Archiv 2010
Idee schont Kosten und Umwelt

Michael Waltl von Seidel Elektronik in Deutschlandsberg hilft seinem Unternehmen sparen. Der junge Weststeirer entwickelte ein vernetztes Wärme-Kältesystem, das einen Preis erhält.

Er ist zwar erst 28 Jahre jung, bei Seidel Elektronik in Deutschlandsberg hat sich Michael Waltl aber schon einen Namen gemacht. Seit 2003 ist der HTL- und FH-Absolvent aus St. Martin im Sulmtal bei Österreichs führendem Elektronikdienstleister in Deutschlandsberg beschäftigt. Zuerst als Prozesstechniker, 2009 erfolgte der Aufstieg zum Leiter der Infrastrukturabteilung. Eine Personalentscheidung, die die Geschäftsführung nicht bereuen dürfte. Hat sie es doch Waltl zu verdanken, dass das Unternehmen Energie und Kosten spart und nebenbei auch noch die Umwelt nachhaltig schont. Grund dafür ist die Installation eines vernetzten Wärme-Kälte- Systems, das von Waltl in Eigenregie entwickelt wurde.

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Seidel Kundentag 2011

Am 21. September 2011 öffnete SEIDEL Elektronik in Deutschlandsberg die Tore und lud zu einem Kundentag. Höhepunkt des Programms war der Vortrag von Prof. Wilfried Sihn, von der TU Wien und dem Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung IGD. Danach zeigten wir einen Überblick über die nächsten Schritte, die SEIDEL setzt: In Richtung Clean Production, in Richtung neue Logistikmodelle. Alles für Sie aufbereitet im neuen SEIDEL-Newsletter. Wir wünschen Ihnen informative Lesezeit!

Interview mit Prof. Wilfried Sihn

Wilfried Sihn lehrt als Professor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften an der TU Wien. Als Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH verantwortet er den Geschäftsbereich Produktions- und Logistikmanagement in Wien. Seit Jahren hält Sihn Vorlesungen im Fachbereich Logistik und Supply Chain Management (SCM), beim SEIDEL Kundentag in Deutschlandsberg am 21. September 2011 lieferte er Mitarbeitern und Kunden einen spannenden Vortrag zum Thema „Turbulenzen der globalisierten Wirtschaft und mögliche Reaktionsstrategien“. Wir haben ihm dazu ein paar Fragen gestellt…

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SEIDEL Elektronik setzt auf alternative Energien

Auf nachhaltige Energiewirtschaft wird bei SEIDEL Elektronik in Deutschlandsberg in Zukunft großer Wert gelegt. Ab sofort kommt der Strom für die Produktion des Elektronikdienstleisters mit über 300 Angestellten aus dem nahe gelegenen Wasserkraftwerk in Trahütten. Innovation auf höchstem Niveau entwickelte DI (FH) Michael Waltl, ein Mitarbeiter von SEIDEL: Seit kurzem wird das Wasser für Kühlung und Heizung durch eine neue Maschine temperiert.

 

SEIDEL Elektronik ist mit über 300 Mitarbeitern einer der stärksten Arbeitgeber in Deutschlandsberg. Nachhaltiges Wirtschaften im Sinne des „Green Thinking“ wird beim führenden Elektronikdienstleister Österreichs groß geschrieben. Nun wurden gleich zwei Meilensteine auf diesem Gebiet erreicht. Zum einen wird ab sofort die Energie für die Stromnutzung des Werkes aus Wasserkraft gewonnen. Zum anderen hat ein Mitarbeiter eine Anlage mit einer effizienten Wärme-Kälte-Koppelung entwickelt. Die Innovation bringt dem Unternehmen nicht nur erhebliche Kostenersparnisse, die Anlage schont auch die Umwelt nachhaltig.


(v. li.): DI (FH) Hans-Peter SÜSS (Geschäftsführung SEIDEL Elektronik),  Mag. Josef WALLNER (Bürgermeister der Stadt Deutschlandsberg), DI Andreas BRENNER (Geschäftsführung SEIDEL Elektronik), Dr. Maximilian SEIDEL (Geschäftsführung SEIDEL Holding), DI (FH) Michael WALTL (Leitung Infrastruktur)

Deutschlandsberg setzt auf Wasser-Kraft

Am 27. September 2011 fand die feierliche Schlüsselübergabe der Stadtgemeinde Deutschlandsberg an die Geschäftsführung von SEIDEL beim Wasserkraftwerk in Trahütten statt. „Seit 2004 bekommen die Bewohner von Deutschlandsberg hochwertiges Trinkwasser aus der Koralpe. Mit dem neuen Kraftwerk zieht die gesamte Gemeinde einen Zusatznutzen von unschätzbarem Wert: Strom aus alternativer Energie“, so Mag. Josef Wallner, Bürgermeister von Deutschlandsberg. Ab sofort versorgt das Wasserkraftwerk in Trahütten auch das Stromnetz für die gesamte Produktion des Elektronikdienstleisters. „Wir danken der Stadtgemeinde für die gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt, und freuen uns, somit einen großen Beitrag für eine positive Energiebilanz zu leisten“, freuen sich DI Andreas Brenner und DI (FH) Hans-Peter Süß, die Geschäftsführer von SEIDEL Elektronik.

Innovation aus eigenem Haus

Auf CO2 neutrale Energie setzt SEIDEL Elektronik auch unternehmensintern: DI (FH) Michael Waltl, der als Leiter der Infrastruktur fungiert, entwickelte fast zwei Jahre eine Anlage zur effizienten Wärme-Kälte-Koppelung, die vor kurzem erfolgreich startete. Bisher kaufte SEIDEL Kaltwassersätze zu, um die Kühlung in der Produktion zu gewährleisten. Überschüssige Energie wurde dabei ins Freie abgeleitet. Michael Waltls Anlage beeinhaltet statt vieler kleiner Kühlungen ein zentrales Kaltwassersystem, wobei nicht mehr ins Freie abgleitet wird. Eine Wärmepumpe erhitzt das Wasser, um es dann für die Heizung zu verwenden – auf diesem Weg wird Gas eingespart.

Im Sommer wird das Heißwasser einer thermisch betriebenen Kältemaschine zugeführt, die wiederum Kaltwasser produziert, das dem zentralen Kaltwassersystem zugeführt wird. Waltl rechnet mit 16.000 bis 18.000 Euro Kostenersparnis pro Jahr. SEIDEL hat mit der Innovation, die CO2-Verbrauch und Kosten nachhaltig reduziert, beim klima:aktiv Staatspreis eingereicht.

„Ich bin stolz, einen Mitarbeiter wie Herrn Waltl zu haben, der eine solch gewinnbringende Innovation zuwege bringt. Die gesamte SEIDEL Group setzt in Zukunft verstärkt auf CO2 neutrale Produktion und verfolgt die sogenannte Green Vision in allen Bereichen“, so Dr. Maximilian Seidel, Geschäftsführer der SEIDEL Holding abschließend.

Information:

SEIDEL Elektronik ist führender Anbieter im Bereich EMS (Electronic Manufacturing Services) in Österreich und Spezialist für Kunden-Komplettlösungen (seidel.at). Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschlandsberg und gehört zur SEIDEL Group, die mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt. Das steirische Unternehmen SEIDEL Elektronik wurde 2009 bereits zum zweiten Mal mit dem E²MS-Award ausgezeichnet, und somit zum Elektronikdienstleister des Jahres gekürt.

FOTO: © SEIDEL, Medienkontakt: Mag. (FH) Christina Merlini, Ketchum Publico Graz GmbH, Mob: 0664/808 69 310, Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 
Installation der neuen SMD-Linie und der zwei AOI-Geräte erfolgreich abgeschlossen

v.l.n.r. Taucher Fritz, SMD-Techniker; Heusserer Gerhard, Leiter Produktion; Lampl Gerald, Leiter SMD

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Installation von zwei neu erworbenen AOI-Inspektionssystemen der Firma VI-Technology und der neuen SMD-Linie mit SMD-Bestückern aus der Siplace SX-Serie erfolgreich abgeschlossen wurden.

Durch die Modernisierung des SMD-Bereiches kann SEIDEL jetzt noch flexibler auf die Kundenwünsche eingehen. Alle Geräte sind auf dem aktuellen Stand der Technik und erfüllen somit die höchsten Ansprüche an die Qualität.

Gerald Lampl
Leiter SMD

 
SEIDEL Elektronik verzeichnet Rekordumsatz

Innerhalb eines Jahres weitere 100 Arbeitsplätze in der SEIDEL Gruppe

Mit einer Umsatzsteigerung von fast 40 Prozent ist das Wirtschaftsjahr beim Elektronikdienstleister SEIDEL Elektronik aus Deutschlandsberg zu Ende gegangen. Auch in der SEIDEL Holding stieg der Umsatz von 61 auf 83 Millionen Euro binnen eines Jahres an. Den Erfolgskurs untermauert ein weiterer Großauftrag in der Höhe von drei Millionen Euro. Einen Fokus bei der Gewinnung von Neukunden legt SEIDEL heuer auf den Bereich Medizintechnik.

Das zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2010/2011 schließt SEIDEL Elektronik mit einer Umsatzsteigerung von rund 40 Prozent (von rund 51 auf rund 71 Millionen Euro) ab. Der Elektronikdienstleister aus Deutschlandsberg baut damit seine Marktposition weiter aus und hat in Deutschlandsberg durch dieses Wachstum allein im vergangenen Jahr mehr als 50 neue Arbeitplätze geschaffen. SEIDEL Elektronik gehört zur SEIDEL Holding, die insgesamt fünf Standorte im In- und Ausland im Elektronikbereich mit mehr als 700 Mitarbeitern und einem Umsatz von nun 83 Millionen Euro hat. „In der SEIDEL Group haben wir ebenfalls ein Umsatzwachstum von satten 20 Prozent zu verzeichnen, ein Erfolg, auf den wir in den nächsten Jahren weiter aufbauen wollen. Wir setzen nach diesem Rekord daher auf langsames, stabiles Wachstum“, so Dr. Maximilan Seidel, der mit 1. April 2011 seinem Vater KR Dipl.-Ing. Reiner Seidel als Holding-Chef nachfolgte.

EFKON Auftrag in der Höhe von drei Millionen Euro

Dem Erfolgskurs entsprechend konnte SEIDEL Elektronik einen Auftrag in Millionenhöhe der EFKON AG, einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Verkehrstelematik, gewinnen. „EFKON arbeitet zum wiederholten Male mit uns zusammen. Durch unsere Prozesse sind wir in der Lage, einen Auftrag in solch einer Größenordnung innerhalb von sechs Monaten abzuwickeln“, erzählt DI Hans-Peter Süß, Geschäftsführer von SEIDEL Elektronik in Deutschlandsberg. Um den Auftragsboom bestmöglich abzuwickeln, investierte SEIDEL Elektronik kürzlich rund eine Million Euro in eine neue SMD-Linie, wodurch die Verarbeitung vor allem von kleinen Elektronikbauteilen optimiert wird und das Unternehmen somit noch stärker den Anforderungen des Marktes entsprechen kann.

SEIDEL im Rennen um Medizintechnik-Auftrag

Einen weiteren Fokus legt SEIDEL im Bereich der Medizintechnik: „Wir bemühen uns darum, dass der Pharmahersteller Roche einen Teil der Fertigung in der Steiermark bestehen lässt und wir diese Aufträge abwickeln können. In diesem Zusammenhang waren wir mit einer politischen Delegation bei Roche in der Schweiz mit dem Ziel, trotz der Schließung des Standortes Steiermark einen Teil der Produktion hier zu halten“, so DI Andreas Brenner, Geschäftsführer von SEIDEL Elektronik. Die neue Herausforderung würde innerhalb des Deutschlandsberger Unternehmens wieder neue Arbeitsplätze schaffen und Know-How aus der Medizintechnik in der Steiermark lassen.

„Im vergangenen Jahr erfolgte die Auslastung fast ausschließlich über Bestandskunden. Wir sehen das heurige Jahr vor allem als Konsolidierungsphase nach diesem schnellen Wachstum mit dem Fokus auf Neukunden. Daher wäre der Roche-Auftrag in vieler Hinsicht ein Gewinn für Seidel“, schließt Brenner.

Information: SEIDEL Elektronik ist führender Anbieter im Bereich EMS (Electronic Manufacturing Services) in Österreich und Spezialist für Kunden-Komplettlösungen (seidel.at). Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschlandsberg und gehört zur SEIDEL Group, die mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt. Das steirische Unternehmen SEIDEL Elektronik wurde 2009 bereits zum zweiten Mal mit dem E²MS-Award ausgezeichnet und somit zum Elektronikdienstleister des Jahres gekürt.

 
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